Samstag, 9. Oktober 2010

Downtown Detroit

Gestern war ich das erste Mal seit langem wieder in Detroit (ich war bei Hockeyspielen und Konzerten aber nie wirklich Downtown). Nach den ganzen Geschichten die man so gehört hat von wegen gefährlichster Stadt der USA usw. hat es mich dort nie wirklich hingezogen, obwohl Detroit nur eine Stunde entfernt ist. Aber meine Freunde Randy, Cathy und Marc haben mich und Thomas, einen Arbeitskollegen, gestern eingeladen mit ihnen Detroit zu erkunden.
Gestern hatten wir unglaublich schönes Wetter um die 27˚C als wir in Downtown ankamen. Ich war wirklich überrascht wie schön Detroit ist, das hatte ich so nicht in Erinnerung. Wir waren in Greek Town essen (dem griechischen Viertel) und haben uns anschließend die schönen Hochhäuser angesehen. Man sieht der Stadt natürlich an, dass sie ihre besten Zeiten hinter sich hat, etwa 1/3 der Häuser der Stadt sind leer stehend und als ich das letzte Mal dort war waren alle Straßen wie leergefegt. Aber gestern war die Hölle los in der Stadt: Die Detroit Red Wings hatten das erste Spiel diese Saison (das Eishockey Team). Also waren alle Menschen entweder im Stadion oder in einer Kneipe. Wir schlossen uns an und haben das Spiel in einer der Hockeykneipen angesehen, was sehr lustig war! Und yeahhhh, die Wings haben 4:0 gewonnen!
Super Leute, geniales Wetter, unser Hockeyteam hat gewonnen und Rockmusik in Detroit - einfach nur ein perfekter Abend! Wow, ich liebe dieses Land und die Menschen!








Samstag, 18. September 2010

Ein Jahr in den USA

Gestern vor einem Jahr bin ich in die USA geflogen!!!
Ich kann nicht glauben wie schnell dieses Jahr vergangen ist, aber auf der anderen Seite habe ich vermutlich noch nie so viel in einem Jahr erlebt! Auf die nächsten zwei Jahre!

Sonntag, 22. August 2010

Ein Wochenende in Harrison, Michigan

Dieses Wochennende wurden wir von Randy in die „Wochenenendhütte“ seines Bruders Brad im Norden Michigans eingeladen. Mit Randy haben wir ja in letzter Zeit viel unternommen und so kam es zu der Einladung. Randy meinte es eine Wochenendhütte, daher haben wir uns erstmal nichts gedacht, als wir aber ankamen sahen wir dass es ein richtig grosses Haus  ist, direkt am See mit eigenem Bootssteg und Gästewohnung. Sein Boot ist auch nicht ein Boot sondern ein 400 PS starkes Rennboot und vor dem Haus fanden wir zwei neue Riesentrucks, beide eine Woche alt. Ziemlich beeindruckt und etwas eingeschüchtert haben wir uns dann erstmal Brad (Börsenmarkler) und seiner Familie (Frau und vier Kinder) vorgestellt, die super gastfreundlich waren und uns erst mal richtig bewirtet haben. Zum Glück war auch Randy mitsamt Familie dort und auch die deutsche Austauschstudentin. Nach dem Essen ging es dann zu unserem ersten Tubing Trip, mit 40 miles/h auf nem Gummiinselchen hinter dem Motorboot hergezogen werden. Das war ein Wahnsinns Spaß, auch wenn wir etliche Male im Wasser gelandet sind und das bei der Geschwindigkeit ziemlich weh tun kann, das ist es allemal wert! (Ich bin das  ganz links, kralle mich mit letzter Kraft am tube fest :) 


Am Abend sind wir dann alle zusammen ins Kasino und ich habe mich darauf beschränkt den anderen zuzusehen und Randys Bruder hat doch tatsächlich an die 1000 Dollar verloren ohne auch nur mit der Wimper zu zucken. Manchmal ist es schon erschreckend wie manche Menschen mit Geld umgehen (können).  Aber diese Familie ist einfach toll, kannten uns nicht einmal und haben uns dort ein Wochenende aufgenommen mit der größten Gastfreundschaft die man sich vorstellen kann. So etwas habe ich noch nie erlebt, ich denke es ist sehr Amerikanisch, reiche Leute leben in Saus und Braus aber sie sind immer bereit auch etwas abzugeben und andere Teil haben zu lassen, siehe das tolle Wochenende, dass sie einfach so Austausschueler aufnehmen und wie sie erzählt haben viel für weniger wohlhabende Familien zu tun. Auf der anderen Seite heizt man eben auch mit einem Boot über den See das in ein paar Stunden mehr Sprit verbraucht als  ich in zwei Wochen verdiene. Das ist sicherlich dekadent aber wer mag es ihnen verübeln, es sind herzensgute Menschen! Am Sonntag waren wir dann nochmals tuben und haben anschliessend einen Trip ueber den See gemacht um das Boot mal richtig auszufahren, so um die 60 miles/h, absoluter wahnsinn!!! Man mag das sehen wie man will, das Wochenende war einfach nur super und mal sehen, er meinte wir netten Deutschen sind immer herzlich wieder willkommen…jederzeit gerne, die Menschen sind toll, wir hatten ne Menge Spass, und wenn ich die gelegenheit bekomme auf nem 400 PS Boot zu fahren....na ja Bilder sagen ja mehr als 1000 Worte :)

Samstag, 24. Juli 2010

Zurück zur Windy City

Bisher hatte ich Chicago ja nur im Winter kennen gelernt und obwohl ich damals schon mehr als begeistert von dieser Stadt war, waren die -20˚C nicht gerade besonders einladend sich zu lange in der Stadt aufzuhalten und alles in Ruhe zu genießen. Ich habe mit 5 meiner Kollegen entscheiden nochmal für ein Wochenende nach Chicago zu fahren und diesmal hatten wir großes Glück mit dem Wetter, es war sehr warm aber auch nicht unerträglich heiß. Freitagabend nach der Arbeit machten wir uns auf den Weg und 
blieben stilecht in einem Best Western Hotel am Stadtrand (wer schon mal in den USA war weiß dass es ÜBERALL ein Best Western gibt, von der Wüste Arizonas bis in die schneebedeckten Weiten Alaskas- und man weiß immer was man bekommt). Am Samstagmorgen ging es dann mit der Bahn nach Downtown Chicago und wir fühlten uns wie Richard Kimbel, zwar waren wir nicht auf der Flucht aber die Chicagoer Hochbahn ist einfach unverwechselbar und man wundert sich dann auch nicht mehr dass die Polizei Kimbels Aufenthaltsort durch die Lautstärke der Bahn herausfand. 



Wir machten uns auf den Weg zum Navy Peer, dem Vergnügungspark vor der Chicagoer Skyline und dem Millenium Park, der Grünen Lunge der Stadt mit der Chicagoer Bean (siehe Bild), die zu einem der Wahrzeichen der Stadt wurde. Unser Mittagessen gab es dann in Form von Cheesecake vor dem John Hancock Tower, dem zweithöchsten Gebäude in Chicago mit dem schnellsten Aufzug der Welt. Anschließen ging es auf den Hancock Tower der einen atemberaubenden Ausblick über den Lake Michigan und die Chicagoer Skyline bietet (sehr zu empfehlen wenn ihr mal in Chicago seid). 

Den Abend ließen wir dann am Fluss ausklingen und besuchten noch Wrigley Field, das Baseballstadium der Chicago Cubs und genossen die bekannte Chicagoer deep dish pizza. Und auch wenn man noch 2 Stücken völlig papp satt ist muss ich sagen die ist nicht schlecht! Auf jeden Fall ist sie ein Chicagoer Original. Am nächsten morgen gab es dann erstmal wieder Pizza vom Vortag zum Frühstück und dann ging ins Shedd Aquarium und auf eine anschliessend auf eine Architektur tour per Boot. Man ist wenn man nach Chicago kommt erstmal so überwältigt von der schieren Anzahl der Hochhäuser, dass man die einzelnen Häuser und deren Schönheit gar nicht mehr so richtig wahrnimmt, daher war es umso schöner diese Tour zu machen und etwas über jedes Haus und seine Einzigartigkeit zu erfahren.Eine nette Frau erklärte uns alle Eigenschaften, Architekten, Baujahre der unzähligen Hochhäuser denen man auf der Flussfahr begegnet und auch wenn es einfach zu viel Information war war es wahnsinnig spannend über die unterschiedlichen Hochhäuser zu erfahren, warum sie so gebaut wurden wie sie heute dastehen und worin sie sich funktionell und stilistisch unterscheiden.

Samstag, 26. Juni 2010

Bootstour auf dem Lake Erie

Als wir in Detroit waren um das Primal Fear Konzert zu sehen haben wir ein sehr nettes Ehepaar kennen gelernt, mit denen wir gleich ins Gespräch gekommen sind. Wie wir kannten sie die Band, daher fanden sich natürlich gleich ein paar Gemeinsamkeiten. Und nett wie die Amerikaner sind haben sie uns gleich auf ihr Motorboot eingeladen. Nun ja das machen Amerikaner meistens schnell und genauso schnell ist es dann auch wieder vergessen, aber diese beiden haben uns dann tatsächlich nochmals gefragt wann wir denn jetzt auf den See fahren wollen. Heute war also dann der große Tag und nachdem es heute morgen noch etwas geregnet hatte wurde der Tag wahnsinnig schön.

 
Es war einfach nur der Hammer!!!!! Wir sind ne Weile über den Lake Erie gedüst, haben dann geankert, einfach relaxt, geangelt und das Wetter genossen.
Und ja ihr kennt mich ja wenn ich was schnelles mit nem Motor fahren darf bin ich gluecklich (siehe Bild) – ich durfte sogar ans Steuer diese PS Monsters! Wahnsinn, das Ding geht ab! Man braucht hier naemlich keine Lizenzen zum Bootsfahren! Juuuuuuhuuuuu, ich liebe die USA! :)

http://www.youtube.com/user/LipovitanD#p/u/0/bWr9t9cDd4k

Public Viewing in den USA

Ob ihrs glaubt oder nicht, ein paar tapfere Deutsche finden sich hier zu jedem Spiel zusammen um die Randsportart Soccer zu verfolgen!

Wir haben sogar um7 Uhr (morgens) das Serbien Spiel angeschaut (siehe Bild), daher trinken wir auch alle Kaffee statt Bier!
leider haben wir ja trotz all der Flaggen, Trikots und Kriegsbemalung verloren! Hoffen wir dass es morgen besser wird!!!! Da ist das Spiel auch erst um 10:00, eine deutliche bessere Zeit zum aufstehen!

Freitag, 4. Juni 2010

Ab in den hohen Norden

Zusammen mit fünf meiner Kollegen hab ich das lange Memorial Day Wochenende genutzt um endlich mal mehr von Michigan zu sehen und das Wetter voll und ganz zu genießen! Daher ging es in den Norden Michigans zum Lake Michigan und den Sleeping bear Dunes, einem der schönsten Gebiete im gesamten Mittleren Westen.


Wir haben uns aufgrund des tollen Wetters dazu entschlossen dort zu campen und es war eine wirklich tolle Erfahrung. Umringt von riiiiiesen Motorhomes haben wir unsere winzigen Zelte aufgeschlagen und über dem Feuer gegrillt, während die Amis fernsehschauend in ihren Campern saßen und ihr essen in der Mikrowelle warm gemacht haben…. Mmmh, deren Wohnwägen bieten zweifelsohne mehr Komfort als mein Apartment… frag mich nur warum die das campen nennen.

Nun ja, wir waren sicherlich die Attraktion auf dem Campingplatz, viele Amerikaner haben sich sicher auch gedacht „die Europäer sind noch rückschrittlicher als wir dachten, leben immer noch wie in der Steinzeit“ als sie uns im Freien am Feuer sitzen sehen haben – und das auch noch ohne TV!!!! :)
Aber ich muss ja zugeben dass ich die Wohnwagenbesitzer einmal wirklich beneidet habe, nämlich als nachts ein ziemlich heftiges Gewitter aufgezogen ist und unser Zelt natürlich undicht war. Wir mussten daraufhin wohl oder übel die Nacht im Auto verbringen. Wir haben uns dann schon überlegt mal bei den Nachbarwohnwagen zu klopfen und zu fragen ob das Gästezimmer noch frei ist :)





Ansonsten war der Ausflug allerdings rundum gelungen, das Wetter war super und die Landschaft ist traumhaft schön. Die Dünen am Lake Michigan sind Teil eines national lakeshore und bilden dessen Attraktion. Bis zu 140 m hoch überragen sie das Festland und bieten einen wunderschönen Ausblick auf den riesigen Lake Michigan, einen der 5 großen Seen (Huron, Superior, Michigan, Ontario, Erie). Wir sind über diese Dünen vom Lake Glen zum Lake Michigan gewandert und hatten das ganze etwas unterschätzt, zum einen die Entfernung, zum anderen die enorme Hitze des Sandes. Auf dem Bild lache ich noch, aber auch nur weil ich dachte „noch eine Düne dann sind wir da…“. Aber etwa 20 Dünen später hatten wir es dann tatsächlich bis zum Lake Michigan geschafft und wurden mit einem wunderschönen und einsamen (warum wohl? Richtig, man kann nicht mit dem Auto hinfahren lol) Sandstrand belohnt.
Leider gibt es ja aber auch immer einen Rückweg...Also nur ein paar Tipps falls ihr auch mal über Dünen wandern wollt: Flip Flops sind bei den Steigungen völlig ungeeignet und Barfuss gehen ist auch keine kluge Idee, denn der Sand hat gefühlte 100 Grad (Celsius). Nun hinterher ist man immer schlauer!


Ach ja, die Geschichte dieser Gegend ist auch schön, ich versuche sie mal wiederzugeben (siehe Wiki): Eine Bärin ist mit ihren zwei Jungen einst vor einem Waldbrand in den Lake Michigan geflohen. Nach langer strapaze schaffte Mama Bär es ans Ufer, aber ihre beiden Kinder blieben zurück und ertranken. Die Mutter stieg auf die Dünen um nach ihnen Ausschau zu halten. Mit der Zeit überdeckte der Wind die Bärin mit Sand (man sieht den Punkt heute noch, ein Stein der wie ein ausschauhaltender Bär wirkt) und bis zum heutigen Tag wartet sie dort. Beeindruckt durch das Schicksal und die unerschütterliche Hoffnung der Bärin ließ der große Manitu an der Stelle, an der die beiden jungen Bären ertranken, zwei Inseln entstehen. Diese tragen heute die Namen North and South Manitou Island.