Samstag, 27. Februar 2010

Roadtrip zu den Niagarafällen und Toronto

Gestern bin ich von meinem Roadtrip nach Kanada zurückgekommen. Stephan und MC sind letze Woche nach Detroit gekommen und wir haben uns dann zusammen auf den Weg durch Kanada nach Buffalo gemacht. Auf kanadischer Seite haben wir dann bei strahlendem Sonnenschein die Niagarafälle und die wunderschöne Winterlandschaft genossen! Da gerade keine Saison ist, waren wir sogar fast alleine dort! Pro Sekunde stürzen zwischen 1.4 und 3 millionen Liter Wasser über den Abhang! Diese unvorstellbare Menge alleine ist beeindruckend, aber das Grollen der Wassermassen versetzte einen erst richtig in Ehrfurcht.

Ich habe die Fälle nicht im Sommer gesehen aber durch das Eis und den Schnee denke ich sind die Fälle im Winter besonders eindrucksvoll! Der Nebel den man auf den Bildern sehen kann entsteht durch die Fälle, das Wasser steigt auf und kommt als Regen wieder herunter, das dann überall gefriert und diese eindrucksvollen Bilder entstehen lässt. Auch der Regenbogen über den Fällen wird von diesem Wasservorhang erzeugt.





Anschließend ging es weiter nach Toronto. Wir haben in einem Motel an der Stadtgrenze gewohnt und haben unseren ersten Abend dort erst einmal in einer riesen Mall verbracht! Ich bin immer noch jedes Mal beeindruckt wie riesig die Einkaufszentren hier sind. Aber in dieser Mall war unter anderem der größte Eishockey Laden der Welt, daher konnten wir uns das ja nicht entgehen lassen. Am nächsten Tag ging es durch Toronto und trotz der Kälte konnten wir einiges von dieser schönen Stadt sehen. Den CN Tower gibt es leider nur von unten da es einfach zu neblig war als dass sich ein Besuch hier gelohnt hätte. Dafür waren wir aber in der Eishockey Hall of fame (oh man Stephan du warst echt tapfer! Danke dir!) wo wir uns erst mal gefragt haben wer dieser allgegenwärtige Wayne Gretzky eigentlich ist :) und uns dann selbst als Hockeyspieler probiert haben (Und wir waren deutlich besser als unser Nationalteam!!!)
Das waren wirklich wunderschöne Tage und ich danke Stephan und MC sehr dass sie mich mitgenommen haben! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß und es war wirklich etwas Besonderes meine alten Freunde wieder zu sehen! Ich hoffe es dauert nicht so lange bis wir uns wiedersehen und ich hoffe natürlich auch dass ihr alle wenn ihr diese Bilder seht Lust bekommt nach Amerika zu kommen und mich zu besuchen! Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Urlaub!
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Eishockey


Nachdem ich in den letzten Wochen nicht geschrieben habe muss ich das jetzt endlich mal nachholen. Da ich jetzt endlich eine ähnlich hockeybegeisterte Kollegin habe mussten wir natürlich endlich mal nach Detroit und ein Spiel live sehen! Zuerst haben wir ein Collegehockey Spiel angesehen (University of Michigan gegen Michigan State University). Das Spiel war ziemlich gut (4:5 für unsere Wolverines!) aber eigentlich nur eine Einstimmung für den eigentlichen Kracher eine Woche später: Die Detroit Red Wings gegen die San Jose Sharks!

Endlich ein richtiges NHL Spiel, davon hab ich seit über 10 Jahren geträumt! Die Detroit Red Wings sind eines der besten Teams der NHL und haben viele Olympiateilnehmer in ihren Reihen (vor allem Kanadier), die Sharks sind der derzeitige Tabellenführer. Und im Gegensatz zu deutschen oder College Eishockey ging es hier auch richtig zur Sache :) Das Spiel war unglaublich schnell und hart und es war einfach nur super!!! Detroit hat dann nach Verlängerung und Penaltyschießen leider verloren aber spannender konnte das Spiel nicht sein! Ich werde mir hier sicher noch ein paar Spiele ansehen in Hockeytown (Detroits neuer Name da Motor City wohl nicht mehr ganz passt…). Auf dem Bild links sieht man den Trophaenschrank der Wings mit 11 Stanley cubs, die meisten aller NHL Teams) auf dem rechten Bild die Spieler bei der Nationalhymne.

Montag, 18. Januar 2010

Zurück aus Chicago

Das letzte Wochenende konnte ich mit ein paar Kollegen in der "windy city" verbringen. Wir hatten dort am Samstag eine Konferenz auf der wir ein Poster präsentieren mussten /durften. Also ging es am Freitag mit nem Mietauto (einem riiiiiiesen SUV) nach Chicago. Das ist etwa eine 5 Stunden Fahrt von Ann Arbor. Ich musste natürlich den ersten Teil der Strecke fahren und hab den Schlüssel dann auch nicht mehr hergegeben, ihr kennt mich ja wenns um Autos geht :)

Auf der Fahrt kommt man auch durch den berühmten Ort Gary, Indiana, Geburtsort von Michael Jackson und gleichzeitig die wohl hässlichste und dreckigste Stadt der Welt…stellt euch einfach etwa 100 Stahlwerke vor – und vor allem den Dreck den diese machen. Das Bild hab ich aus dem Internet denn man möchte dort wirklich nicht anhalten!!!!

Chicago dagegen ist wirklich eine wunderschöne Stadt. Abends nach der Konferenz und Sonntagmorgen hatten wir Zeit dort spazieren zu gehen. Zum Glück war es nicht allzu kalt wie sonst, meistens herrscht dort eine Temperatur von etwa -20 Grad, mit Wind deutlich kälter so dass man es nicht lange draußen aushält. Wir hatten Glück und sind die ganze Nacht im Millennium Park (Bilder) und am Chicago River (Bild) spazieren gegangen. Wir haben sogar den schnellsten Aufzug der Welt ausprobier (im Hancock Tower). Alles in allem war das wirklich ein tolles Wochenende!

Mittwoch, 6. Januar 2010

Weihnachten

Erst mal wünsche ich euch allen ein wunderschönes neues Jahr! Viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit!

Inzwischen bin ich wieder zurück aus dem Winterurlaub und will über die letzten Wochen berichten. Matt ist ein paar Tage vor Weihnachten nach Ann Arbor gekommen und wir konnten ein paar Tage hier gemeinsam verbringen. Wir haben die Zeit genutzt um die letzten Weihnachtsgeschenke für seine Familie zu besorgen und um ein Auto für mich zu suchen. Im Bild seht ihr mein neues Baby, ein Toyota Celica!



Sieht leider schneller aus als es ist, aber das ist vermutlich auch gut so, da Speeding (Geschwindigkeitsüberschreitungen) hier ziemlich hart bestraft wird (vor allem mit Erhöhung der Versicherung :(

Am 23. 12 sind wir dann nach Milwaukee zu Matts Familie gefahren. Eigentlich ist das keine so lange Fahrt (etwa 5 Stunden) aber in Chicago sind wir in einen Schneesturm geraten, so dass die Fahrt etwa 8 Stunden dauerte. Aber ich habe meinen ersten Midwest-Schneesturm live erlebt und das ist echt was anderes als zu Hause! Alles war völlig lahmgelegt. Aber immerhin hatten wir wunderschöne weiße Weihnachten.
Milwaukee ist eine wirklich schöne Stadt auf der anderen Seite des Lake Michigan. Es gibt nicht wirklich viel zu sehen aber das Kunstmuseum, das direkt am Lake Michigan vor der Skyline liegt, ist wirklich wunderschön wie ich finde. In Milwaukee gibt’s es viele deutsche Einwanderer, daher ist vieles sehr Deutsch geprägt: es gibt viele Brauereien (u.a. Miller), ein riesen Sommerfest und sogar der Nikolaustag wird hier gefeiert :)



Außerdem ist der Weihnachtsschmuck an den Häusern wirklich sehenswert (wie überall in den USA). Unglaublich wie viel Geld und Aufwand einige Familien da rein stecken.



Wir hatten jede Menge Spaß in den 10 Tagen die wir dort waren, haben viel mit der Familie, vor allem seinen 3 Nichten unternommen (waren Klettern, Skaten und im Museum) und haben die Zeit wirklich genossen. Da Matt die letzten 10 Jahre an Weihnachten nicht zu Hause sein konnte waren alle sehr gerührt ihn zu sehen. Es war sehr interessant Weihnachten einmal in einer amerikanischen Familie zu erleben. Es gibt nicht allzu viele große Unterschiede in der Art wie gefeiert wird aber einige Details sind schon anders z.B. dass die Geschenke erst am 1. Weihnachtsfeiertag geöffnet werden, die Socken am Kamin,..

Ich habe sogar ein Familien Brownie Rezept bekommen. Also für alle die mich besuchen wollen verspreche ich mache ich einen super Sunday mit selbstgemachten Brownies (das beste Dessert der Welt wie ich finde!)

Sonntag, 6. Dezember 2009

Thanksgiving

Letzte Woche durfte ich meinen ersten Turkey Day,…ähhh Thanksgiving hier erleben! Für die Amerikaner ist Thanksgiving ein extrem wichtiges Familienfest, für das alle Familienmitglieder zusammen kommen auch wenn das bedeutet lange Flugreisen in Kauf zu nehmen.

Da alle amerikanischen Kollegen bei ihren Familien waren, haben wir Deutschen und Chinesen uns zusammen getan und gemeinsam gekocht. Ein traditionelles Thanksgiving essen besteht aus ursprünglich nordamerikanischen Lebensmitteln (wie es die pilgrims damals vielleicht hatten um den Indianern für deren Hilfe zu danken): Ein gebratener und gefüllter Truthahn und unendlich vielen Beilagen wie cranberry-sauce, Süßkartoffeln Apfel- und Kürbiskuchen, Squash, Erbsen und Mais….

Wir haben natürlich auch einen Turkey gemacht (siehe Bild2) aber uns dann mehr auf europäische Beilagen Rotkohl (Bild 1 ich beim kochen ... geschmeckt hat's trotzdem :) und Kartoffelklöße beschränkt. Leider wollte auch keiner Football schauen, denn das gehört eigentlich wie der Turkey zu einem traditionellen Thanksgiving! Wat also kein richtig amerikanisches Thanksgiving aber schön wars trotzdem! Da wir ja auch keinen Amerikaner hatten wusste niemand wie man diesen Turkey richtig zerlegt, woraufhin wir das einfach gegoogelt haben und etwa 60000000 Videos fanden die jedes Detail beschrieben habe. Echt verrückt, die Amerikaner machen aus der Turkey Zubereitung eine richtige Wissenschaft und einen Wettkampf daraus wer die meisten Beilagen zubereitet.




Dienstag, 3. November 2009

Halloween

Als ich am Freitagmorgen verschlafen in den Bus gestiegen bin, hab ich erst mal fast einen Herzinfarkt bekommen: Ein Mann mit grauenvoller Maske schaut mich an mit schwarzen Augenhöhlen an und schreit irgendwas unverständliches (siehe Bild)! Fast wäre ich rückwärts wieder aus dem Bus gefallen!

….ach ja, es ist Halloween, das hatte ich doch glatt vergessen! An sowas denkt man mitten in der Nacht ja auch nicht :)

Gut, es ist fast unmöglich das hier zu vergessen, die Läden platzen vor lauter Helloween Artikeln: leuchtend grüne Süßigkeiten, Schokolade in Hexenform, Kostüme, Masken und jeder andere Artikel der eigentlich nichts damit zu tun hat in einem unheimlichen Helloween-Design. Die Häuser sind dekoriert mit Kürbissen, Spinnweben und unheimlichen Gestalten im Garten. Ja es gibt hier sogar viele Läden die das ganze Jahr nichts anderes außer Helloween Kostüme verkaufen! Nun ja, als ich mich dann im Bus umsah, gab es dort Feuerwehrleute, Bienen, Hexen und Kängurus. Hätte ich die mal zuerst gesehen, wäre ich vielleicht etwas weniger erschrocken :-)

Auf der Suche nach einem vernünftigen Fußball- oder Handballklub, dem ich hier beitreten könnte wurde ich ja leider etwas enttäuscht. Die Leute hier kennen Handball noch nicht einmal! Man sollte halt Eishockey, Basketball oder Football spielen, das ist deutlich populärer. Aber da ich keinen dieser Sportarten beherrsche erübrigt sich das (Frauen spielen hier eh kein Vereins Football)

Aber dafür habe ich ein paar Leute getroffen die in ihrer Freizeit Football spielen. Das sogenannte Touch-Football, bei dem man sich nicht hart tackelt sondern nur schubst. Das klingt jetzt nach einer ziemlich harmlosen Variante (dachte ich auch zuerst) aber ich spüre heute noch jeden Muskel :-) aber es macht einfach nur riesen Spaß!!!!!

Samstag, 24. Oktober 2009

Football-weekend

Letzten Samstag war ich bei meinem ersten College Football Spiel im Michigan Stadion. Das war ein echt tolles Erlebnis. Erst gab es eine riesen Show mit der Band und anschließend wurde feierlich die Fahne gehisst und die Nationalhymne gesungen…alles wie man es sich in Amerika eben vorstellt. Gefehlt haben eigentlich nur noch die drei F-16 Kampfjets die im Tiefflug über das Stadion heizen. ..aber das gibt es vermutlich dann bei Profispielen :)



Da stand ich jetzt also mit 106000 anderen Menschen im Stadion und versuchte mich irgendwie warm zu halten. Das Spiel hat da nicht wirklich geholfen, denn die Michigan Wolverines (die blau-gelben) waren derart überlegen, dass das Spiel nach dem ersten Viertel schon entscheiden war (ich glaube 28-0). Wir machten uns schon Sorgen da die Ergebnisse auf der Anzeigetafel nur zweistellig sind. Delaware State erzielte im ganzen Spiel keinen einzigen Touchdown, so dass sogar die „you suck!“ -frei übersetzt: ihr seid nicht so gut! :) - Rufe irgendwann keinen Spaß mehr machten – die wissen vermutlich selber am besten wie schlecht sie sind. Ich glaube es ging 66 zu 6 aus, aber auch nur weil Michigan irgendwann die Reserve der Reserve spielen ließ. Die Zuschauer sorgten für mehr Stimmung mit den unterschiedlichsten Laola-Wellen Variationen. Aber verglichen zu einem Fußballspiel geht es deutlich ruhiger und weniger emotional zu, lag wohl auch am Gegner. Der lauteste Moment war wohl als das Ergebnis des Erzrivalen Ohio State eingeblendet wurde! Das frieren hat sich trotzdem gelohnt! Ich bevorzuge trotzdem die Profis der NFL, deren Kick-returner können wenigstens den Ball fangen!



Diese Woche habe ich endlich meinen Führerschein beim Secretary of State beantragen können. Der Führerschein ist hier eine Art Personalausweis und sehr wichtig wenn man irgendwelche Verträge abschließen oder mal ein Bier trinken möchte…fällt mir hier gerade nur so ein: man darf hier erst ab 21 Alkohol trinken, darf aber zum Teil schon ab 14 Auto fahren! Außerdem darf man nicht mit (sichtbarem) Alkohol auf die Straße gehen – und im Stadion ist Alkohol natürlich auch verboten. Daher betrinken sich hier alle schon Stunden vorher auf „Tailgate“ Partys – natürlich mit dem Alkohol in einer braunen Papiertüte :)

Jedenfalls habe ich schon befürchtet einen Sehtest einen Wissens- und vielleicht sogar einen praktischen Test machen zu müssen. Vor mir in der Reihe standen einige Asiaten und Südamerikaner die alle gleich zum Test gerufen wurde. Aber für Deutsche gibt’s eine Ausnahme, wir bekommen den Führerschein einfach so (mit deutschem Führerschein). Die denken wahrscheinlich wir bauen so viele Autos wir müssen ja Auto fahren können :) Nun ja das war ne wirklich schöne Überraschung!

Hab gerade mit erschrecken festgestellt dass Westerwelle Außenminister und Guttenberg Verteidigungsminister geworden sind…was ein Dreamteam…müssen unsere Soldaten jetzt pink Camouflage tragen?