Dienstag, 28. Februar 2012

Das erste Hockey Spiel

So endlich hab ich meine Hockeyausruestung zusammen.

Gar nicht so einfach die Schienbeinschoner, Socken, Hose, Oberkoerperschutz, Ellenbogenschoner, Handschuhe, und Helm anzuziehen. Daher habe ich heute mal trainiert damit ich mich in der Umkleidekabine nicht voellig blamiere.

Freitag geht es endlich los!!!


So gerade komme ich von meinem ersten Spiel zurueck und es war einfach nur super! Ich hatte so viel Spass, das ist genau der richtige Sport fuer mich: super schnell, viel action, Einsatz, skaten bis zur voelligen Erschoepfung und immer dem Puck hinterer.


Wie ihr merkt habe ich immer noch das ganze Adrenalin im Blut! 
Bis man endlich die ganze Ausruestung an hat kommt man schon ganz schoen ins schwitzen, aber das ist nichts verglichen zum Spiel. Ich glaube ich war noch nie so fertig nach irgend einem anderen Sport.  


Man sitzt auf der Bank und wartet auf seinen Einsatz: dann muss alles super schnell gehen, man springt ueber die Bande und los gehts, schnell orientieren wo Puck und Gegenspieler sind und dann 2 Minuten so schnell das Eis auf und ab skaten bis man nicht mehr kann, dem Gegenspieler den Puck abjagen, vorstuermen und dann sich zur Bank retten, irgendwie ueber die Bande waelzen und zwei Minuten Luft holen. Dann das ganze wieder von vorne!


Es hat wirklich super geklappt, auch wenn ich noch kein toller skater bin habe ich ganz gut gespielt. Mein Gegenspieler hat sogar ne Strafe bekommen weil sie mich unfair gestoppt hat  :D Das Fallen tut auch kein bisschen weh, man ist so gut gepolstert man merkt es kaum.... na ja vielleicht sollte ich nicht so voreilig sein und bis morgen warten und dann die blauen Flecken zaehlen....ich hab ein paar mal Bekanntschaft mit dem Eis gemacht. Aber ich will hier nicht rumheulen, ist ja immerhin nicht Fussball :)


War auf jeden Fall super cool!!!

 

Sonntag, 12. Februar 2012

Endlich ist der Winter da!

Ich habe ja schon ewig nicht mehr geschrieben, das muss ich mal ändern. Die Woche hat der Winter auch in Michigan endlich richtig angefangen. Bisher hatten wir meist um die 0 Grad, einige Tage sogar +10 Grad. Das ist extrem ungewöhnlich für Michigan und der wärmste Winter seit 50 Jahren oder so. Nicht dass ich mich beschwaeren will, es war wirklich wunderschön, aber man konnte eben auch nicht wirklich viel draußen machen. Fuer die normalen Sommersportarten ist es zu kalt und fuer Wintersport hat der Schnee gefehlt!

Jetzt haben wir etwa -10 Grad und 30 cm Schnee was schon eher einem typischen Winter hier entspricht.
Also haben wir die Gelegenheit genutzt und Hockey gespielt. Mein Nachbar (und gleichzeitig Marks Kollege) hat eine eigenen Eisfläche im Garten präpariert. Und wir haben den ganzen Morgen damit verbracht Pucks zu jagen und Tore zu schießen. Die Luft war sehr kalt aber absolut klar, der Himmel blau und die Sonne hat geschienen! Wir waren alle der gleichen Meinung 'it doesn't get any better than this!" - Besser gehts einfach nicht! Ein absolut perfekter Morgen!

Nachmittags haben wir uns dann entschieden hier in Ann Arbor Schlitten fahren und snowboarden zu gehen. Hat zwar keine großen Berge hier aber nach dem Morgen wäre auch keiner mehr einen Berg mit mehr als 50 m hoch gekommen.

Alles in allem einfach grandios, endlich Schnee!!! Hoffentlich bleibt es si und wir können noch einige Male spielen gehen!


Samstag, 1. Oktober 2011

Eishockey in Detroit

Endlich faengt die Eishockey Saison wieder an. Und wir haben die Gelegenheit genutzt das Spiel der Detroit Red Wings (mein Lieblingsteam) gegen die Toronto Maple Leafs (Matthews Lieblingsteam) anzusehen. Wir haben die Gelegenheit genutzt um uns Detoit anzusehen und in Greek Town zu essen. Greek Town ist das wahrscheinlich schönste Viertel in Downtown Detroit und das Essen ist immer super.
Das Spiel war auch wirklich super, nach der regulären Spielzeit stand es 3:3. In der Verlängerung hat Toronto dann das erste Tor erzielt und damit das Spiel gewonnen. Schade, aber das Spiel war super, vielleicht kann ja eine der Mannschaften dieses Jahr den Stanley Cup gewinnen!




Donnerstag, 15. September 2011

New York City

Letztes Wochenende war ich in New York City und habe mich dort mit Anne getroffen.
New York ist etwas ganz Besonderes! Wenn man vom Flughafen in die Stadt fährt und die Wolkenkratzer sieht ist man einfach nur am Staunen! So weit das Auge reicht nur Häuser, Lichtreklame und Massen an Menschen! Es ist die reinste Reizüberflutung. Aber es gibt keine andere Stadt wie New York, jede Grosstadt hat ihren eigenen Charakter aber New York ist atemberaubend.
Aber es ist unglaublich! Ich liebe New York - aber immer nur fuer ein paar Tage am Stueck :)

Wir hatten eine super Zeit in New York, haben am ersten Abend das Musical Spidermann gesehen, das wirklich toll war. Bono hat die Musik geschrieben, es ist also deutlich Rockiger als die meisten Broadway shows. Was die Show aber wirklich bekannt gemacht hat sind die vielen Stunts (und leider die damit verbundenen Unfaelle). Tolle Show, ich kann sie nur empfehlen!




Wir verbrachten auch den 10. Jahrestag der Terroranschlaege am 11. September dort und haben die Stadt auch an diesem schweren Tag erlebt. Die Stadt war in einem Ausnamhezustand, überall waren Sicherheitskontrollen und Menschen die bei er Eröffnung der neuen Gedenkstaedte an ihre Angehörigen erinnerten. Es war sehr bewegend, eine ganze Stadt hat getrauert!

Abends wurden zwei Scheinwerfer gen Himmel gerichtet und erinnerten an die beiden Zwillingstürme.


Nächstes Jahr wird der neue Freedomtower eröffnet, der mit 1776 Fuss Höhe and das Jahr der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung erinnert. Er wird damit das höchste Gebäude in den USA werden.

Ansonsten haben wir etwas sightseeing gemacht, (Chrysler building,  Empire state building,  Brooklin Bridge und Times Square,...) und im Central Park das tolle Wetter genossen!
Es war einfach super! Danke Anne!!!

Montag, 5. September 2011

Going UP

Das lange Wochenende habe ich zusammen mit zwei Freundinnen auf der UP, der Upper Peninsula (obere, oder nördliche Halbinsel) Michigans verbracht. Die UP befindet sich ganz im Norden Michigans an der Grenze zu Kanada und grenzt an drei der fünf Großen Seen (Lake Superior, Lake Michigan und Lake Erie. Michigan hat die zweitlängste Küstenlinie aller US Staaten, nur Alaska hat eine längere Küstenlinie. Dabei liegt Michigan nicht einmal an einem Meer. 

Die Großen Seen sind unglaublich. Wenn man am Ufer steht kann man am anderen Ende kein Land sehen, die Wellen können sehr hoch werden und die Frachter sind genauso groß wie auf den Weltmeeren. Wäre das Wasser kein Süßwasser wäre man überzeugt am Meer zu sein.

Am Freitagmittag ging es los. Um ganz an die nördliche Küste der Halbinsel, am Lake Superior zu kommen, benötigt man etwa 7 Stunden. Die Fahrt führt über die Mackinac Brücke, die drittgrößte Hängebrücke der Welt, die die beiden Teile Michigans miteinander verbindet. Die UP nimmt etwa ein Viertel der Gesamtfläche Michigans ein aber nur etwa drei Prozent der Einwohner Michigans leben dort. Die Insel ist sehr wild und naturbelassen, ein Paradies für Leute die die Natur lieben. Fischen und Jagen sind die beliebtesten Hobbies, gefolgt von Schneemobilfahren (die Winter sind seeeeeehr lang und hart) und Quadfahren. Es gibt viele Wanderwege, unberührte Natur, dutzende Wasserfälle und die pictured rocks, einen sehr berühmten Küstenabschnitt der zum Nationalpark erklärt wurde.
 





Wir hatten eine tolle Zeit, haben die wunderschönen Sonnenuntergänge und die Sandstrände genossen und waren viel wandern. Es ist wunderschön abseits im Norden und wir konnten uns super erholen. Selbst unsere 15 Meilen Wanderungen haben uns nicht umgehauen weil es hinter jeder Kurve etwas Neues zu entdecken gab.








Sonntag, 7. August 2011

Andys Besuch

Nachdem mein Vater mich daran erinnert hat dass ich schon lange nicht mehr geschrieben habe werde ich das mal nachholen.

Letztes Wochenende war mein Bruder zu besuch. Es war super ihn zu sehen. Es ist schön Familie um sich zu haben. 
Wir hatten jede Menge Spaß, haben Ann Arbor angesehen, waren mit meinen Freunden unterwegs, auf Konzerten und ein bisschen Bootfahren (leider ist Randys Boot kaputt gegangen...). 

Randy war total begeistert über sein Geschenk aus Ruit: gebrauchte Gitarrenpicks von Matt Sinner!! :)

Dieses Wochenende war im Vergleich eigentlich ziemlich ruhig.
Wir haben mit Claudia hat ihren 30. Geburtstag gefeiert und ein bisschen musste ich auch arbeiten. Wir hatten tolles Wetter und die Luftfeuchtigkeit war ausnahmsweise auch mal erträglich.
Zum Geburtstag habe ich mir ein paar Fahrradschuhe geleistet (Danke Mama und Papa!!!) und habe das halbe Wochenende auf meinem Fahrrad verbracht. Das erste Mal seit langem bin ich über 25 Meilen gefahren und habe die Gegend erkundet. Es macht so unglaublich Spaß und endlich werde ich auch nicht mehr von Joggern überholt :) Jeden Tag werde ich etwas besser. Ich darf ja nicht Motorrad fahren also ist Radfahren gar keine ganz schlechte Alternative :)
Außerdem war ich mit Freunden Kajak fahren auf dem Huron River. Es geht nichts über ein paar Stunden auf dem Wasser, das war super erholsam! Leider ist das Wochenende auch schon fast wieder vorbei. Ab nächster Woche fängt auch wieder die Football Saison wieder an. Nach langen Verhandlungen haben sich die Besitzer der Clubs und die Spieler auf einen neuen Vertrag geeinigt, lange sah es so aus als würde diese Saison gar nicht gespielt. Also…GO Packers!!!!!



Dienstag, 21. Juni 2011

Colorado und Yellowstone Nationalpark


Die letzten zwei Wochen hatte ich Urlaub und habe diesen mit Matthew verbracht. Zunächst bin ich nach Colorado Springs geflogen. Dort haben wir erst mal ein paar Tage ausgespannt, haben Gartenmöbel und einen Grill gekauft und natürlich gleich mit einigen von Matts Freunden und Kollegen eingeweiht. Ich war mit Matt Eishockeyspielen gegangen und habe mich von seinem Trainer überzeugen lassen auch im Team zu spielen sobald ich dort wohne. Freu mich schon riesig drauf! Ein Trikot habe ich schon bekommen. Endlich durfte ich auch mal das SF Headquarter sehen, das in einem abgeschotteten Gebiet der Base liegt. Es war sehr beeindruckend! 



Matts Eltern waren für vier Tage zu Besuch und wir haben die Zeit genutzt um ihnen unser neues zuhause und die Umgebung zu zeigen. Sie waren sehr begeistert von unserem Haus und Colorado an sich. Es ist schwer Colorado nicht zu mögen, die Landschaft, allem voran die Rocky Mountains mit Pikes Peak, der Garden oft the Gods, das Klima und das Fehlen jeglicher Art von Moskitos sind einfach unschlagbar (aber das werdet ihr ja nächstes Jahr selber sehen!). Der Grund warum ich Moskitos und das Klima erwähne ist dass in Michigan die Luftfeuchtigkeit der einer Sauna entspricht und man ständig von Unmengen stechender Viecher umzingelt ist. Daher konnte ich es gar nicht fassen dass man in Colorado abends grillen kann ohne ständig gebissen oder gestochen zu werden. Das ist wohl der Preis dafür inmitten der großen Seen zu leben.  Wir hatten eine großartige Zeit, Matts Eltern sind super und wir hatten jede Menge Spaß zusammmen. 


Nachdem seine Eltern wieder nach Hause mussten haben wir einen Roadtrip zum Yellowstone Nationalpark unternommen. Yellowstone ist größtenteils in Wyoming und ungefähr 13 h von Colorado Springs entfernt, ein Katzensprung also. Zumindest nehmen ihn die Amerikaner als einen solchen wahr und ich fange langsam auch an mich an diese Distanzen zu gewöhnen und habe zum Beispiel angefangen die 6 h Autofahrt nach Chicago für einen guten Wochenendtrip zu halten. Man passt sich halt an. Was mich immer noch wie am ersten Tag fasziniert ist wie viel Platz es dort hat. Wenn man durch Wyoming fährt sieht man oft meilenweit kein Auto, nur ein paar Kühe und Pferde am Straßenrand und bis man zum nächsten kleinen Ort kommt können Stunden vergehen. Yellowstone ist sehr beeindruckend, zum einen natürlich die einzigartigen Geysire, Schwefelbäder,  Schlammbecken, Wasserfälle und Schluchten aber zum anderen auch die Tierwelt. Wir waren 30 m von einem Grizzlybären entfernt, haben zwei kämpfende Grizzlys, Schwarzbären, Büffel, Coyoten, Wölfe und einen Weisskopfadler gesehen.



Während es in Colorado jeden Tag um die 30 Grad hatte waren es in Yellowstone gerade zwischen 5 und 15 Grad weshalb unser Campingplatz unter 50 cm Schnee begraben lag. Zum Glück konnten „wir“ unsere Feuerstelle finden, freischaufeln und ein Feuer machen. Mit „wir“ meine ich in diesem Fall Matthew, der ja zum Glück ein absoluter Überlebensspezialist ist und zur Not auch mit Schnee und nassem Holz ein Feuer hinbekommt. Da das keiner unserer Nachbarn Feuer machen konnte hatten wir meist viel Gesellschaft am Abend. Ich wäre alleine auch glatt verhungert und erfroren. Ich habe mich auch deutlich sicherer vor den Bären gefühlt, die in der Nähe des Campingplatzes nach Essbarem gesucht haben.

Tagsüber war es zum Glück deutlich wärmer und wir haben Erkundungstouren durch den Park unternommen, der wirklich riesig ist. Man kann dort Wochen verbringen um alles zu sehen.  Es ist dort wie in einer anderen Wellt. Ich kann den Park nur empfehlen, vor allem zu dieser Jahreszeit, es ist zwar kalt aber man bekommt die ganzen Jungen zu sehen, die gerade erst zur Welt gekommen sind.