Samstag, 26. Juni 2010

Public Viewing in den USA

Ob ihrs glaubt oder nicht, ein paar tapfere Deutsche finden sich hier zu jedem Spiel zusammen um die Randsportart Soccer zu verfolgen!

Wir haben sogar um7 Uhr (morgens) das Serbien Spiel angeschaut (siehe Bild), daher trinken wir auch alle Kaffee statt Bier!
leider haben wir ja trotz all der Flaggen, Trikots und Kriegsbemalung verloren! Hoffen wir dass es morgen besser wird!!!! Da ist das Spiel auch erst um 10:00, eine deutliche bessere Zeit zum aufstehen!

Freitag, 4. Juni 2010

Ab in den hohen Norden

Zusammen mit fünf meiner Kollegen hab ich das lange Memorial Day Wochenende genutzt um endlich mal mehr von Michigan zu sehen und das Wetter voll und ganz zu genießen! Daher ging es in den Norden Michigans zum Lake Michigan und den Sleeping bear Dunes, einem der schönsten Gebiete im gesamten Mittleren Westen.


Wir haben uns aufgrund des tollen Wetters dazu entschlossen dort zu campen und es war eine wirklich tolle Erfahrung. Umringt von riiiiiesen Motorhomes haben wir unsere winzigen Zelte aufgeschlagen und über dem Feuer gegrillt, während die Amis fernsehschauend in ihren Campern saßen und ihr essen in der Mikrowelle warm gemacht haben…. Mmmh, deren Wohnwägen bieten zweifelsohne mehr Komfort als mein Apartment… frag mich nur warum die das campen nennen.

Nun ja, wir waren sicherlich die Attraktion auf dem Campingplatz, viele Amerikaner haben sich sicher auch gedacht „die Europäer sind noch rückschrittlicher als wir dachten, leben immer noch wie in der Steinzeit“ als sie uns im Freien am Feuer sitzen sehen haben – und das auch noch ohne TV!!!! :)
Aber ich muss ja zugeben dass ich die Wohnwagenbesitzer einmal wirklich beneidet habe, nämlich als nachts ein ziemlich heftiges Gewitter aufgezogen ist und unser Zelt natürlich undicht war. Wir mussten daraufhin wohl oder übel die Nacht im Auto verbringen. Wir haben uns dann schon überlegt mal bei den Nachbarwohnwagen zu klopfen und zu fragen ob das Gästezimmer noch frei ist :)





Ansonsten war der Ausflug allerdings rundum gelungen, das Wetter war super und die Landschaft ist traumhaft schön. Die Dünen am Lake Michigan sind Teil eines national lakeshore und bilden dessen Attraktion. Bis zu 140 m hoch überragen sie das Festland und bieten einen wunderschönen Ausblick auf den riesigen Lake Michigan, einen der 5 großen Seen (Huron, Superior, Michigan, Ontario, Erie). Wir sind über diese Dünen vom Lake Glen zum Lake Michigan gewandert und hatten das ganze etwas unterschätzt, zum einen die Entfernung, zum anderen die enorme Hitze des Sandes. Auf dem Bild lache ich noch, aber auch nur weil ich dachte „noch eine Düne dann sind wir da…“. Aber etwa 20 Dünen später hatten wir es dann tatsächlich bis zum Lake Michigan geschafft und wurden mit einem wunderschönen und einsamen (warum wohl? Richtig, man kann nicht mit dem Auto hinfahren lol) Sandstrand belohnt.
Leider gibt es ja aber auch immer einen Rückweg...Also nur ein paar Tipps falls ihr auch mal über Dünen wandern wollt: Flip Flops sind bei den Steigungen völlig ungeeignet und Barfuss gehen ist auch keine kluge Idee, denn der Sand hat gefühlte 100 Grad (Celsius). Nun hinterher ist man immer schlauer!


Ach ja, die Geschichte dieser Gegend ist auch schön, ich versuche sie mal wiederzugeben (siehe Wiki): Eine Bärin ist mit ihren zwei Jungen einst vor einem Waldbrand in den Lake Michigan geflohen. Nach langer strapaze schaffte Mama Bär es ans Ufer, aber ihre beiden Kinder blieben zurück und ertranken. Die Mutter stieg auf die Dünen um nach ihnen Ausschau zu halten. Mit der Zeit überdeckte der Wind die Bärin mit Sand (man sieht den Punkt heute noch, ein Stein der wie ein ausschauhaltender Bär wirkt) und bis zum heutigen Tag wartet sie dort. Beeindruckt durch das Schicksal und die unerschütterliche Hoffnung der Bärin ließ der große Manitu an der Stelle, an der die beiden jungen Bären ertranken, zwei Inseln entstehen. Diese tragen heute die Namen North and South Manitou Island.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Heavy Metal in Motor City

Letzte Woche waren Primal Fear, eine meiner absoluten Lieblingsbands in Detroit!! Primal Fear ist eine deutsche Heavy Metal Band (der Bassist ist sogar aus Ostfildern) und touren gerade durch die USA. Die Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und bin mit ‘nem Kollegen nach Detroit gefahren. Wir konnten uns ein wenig mit der Band unterhalten und die Show war großartig, die Jungs rocken einfach!

Samstag, 1. Mai 2010

Willkomen im „Big House“ Mr. President

Heute war die Graduationsfeier der Absolventen der Universität Michigan. Anders als in Tuebingen wo man irgendwann nach dem Bestehen der Prüfungen sein Zeugnis zugeschickt bekommt gibt es in Amerika normalerweise riesen Abschlussfeiern bei denen die Dekane, der Präsident der Uni und der Gouverneur des Bundesstaates erscheinen.

Und in diesem Jahr sogar der mächtigste Mann der Welt – der Präsident der Vereinigten Staaten!

Barack Obama bekam den Ehrendoktor der Universität Michigan im Bereich Jura verliehen und hielt anschließend eine sehr bewegende, kluge und vor allem Hoffnung machende Rede. Dieser Mann ist einfach ein begnadeter Redner und es war ein tolles Erlebnis ihn live sehen zu können. Genauso toll war das ganze Umfeld mitzuerleben als sich wenn der Präsident ankündigte, die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld, mit Militär, Secret Service,….die Begeisterung der Amerikaner schon Tage vorher und ihr Patriotismus!

Und selbst in Krisenzeiten wie im Moment (Michigan ist extrem schwer von der Wirtschaftskrise betroffen) schafft Obama es die Menschen hinter sich zu vereinen und Hoffnung zu geben und optimistisch in die Zukunft zu blichen. Das ist eine der Fähigkeiten der Amerikaner die ich wahnsinnig bewundere!

…Und danke Tübingen dass ich wenigstens das Porto für mein Zeugnis nicht selber zahlen musste!!!!!!!!!!!


http://www.ur.umich.edu/update/archives/100430/obama

(das recht Photo ist von Austin Thomason, U-M Photo Services)

hier ist die Rede falls es jemanden interessiert: http://www.whitehouse.gov/the-press-office/remarks-president-university-michigan-spring-commencement

Mittwoch, 21. April 2010

Colorado Springs

Letzte Woche war ich in Colorado Springs und habe dort eine super Zeit mit Matt verbracht!

Colorado ist für mich nach wie vor der schönste Staat den ich bisher gesehen habe. Die umliegenden Staaten bieten eine riesige, flache Eben (the great plains) und plötzlich erheben sich wie aus dem Nichts die Rockies 14000 Fuß (etwa 4300 m) in die Höhe. Auf den höchsten Bergen (auf dem Foto der höchste von allen: Pike’s Peak) liegt ganzjährig Schnee und die Farben der Landschaft sind einfach unbeschreiblich. Unten zu Füssen von Pikes Peak sieht man Colorado Springs, eine schöne Stadt die sehr weit ausgebreitet ist. Dahinter sieht man Garden of the Gods, ein Park mit wunderschönen bizarren Formationen aus rotem Stein.

Außerdem ist hier natürlich Cheyenne Mountain, wo bekanntermaßen das Stargate ist (die US Army sagt zwar hier ist NORAD das Nordamerikanisches Luft- und Weltraum-Verteidigungskommando– aber das ist natürlich Ablenkung :) Als Zivilist darf ich da zwar leider nicht rein aber der Komplex ist wirklich beeindruckend.Im Fall eines Nuklearen Krieges ist das der Ort an dem der Präsident geschützt wird.

http://www.norad.mil/Images/Historic/North-Portal_large.jpg

Wir haben eine Menge in Colorado unternommen. Zum Beispiel war ich bei meinem ersten Baseball Spiel! Und es war lange nicht so langweilig wie ich erwartet hätte. Nein, Scherz beiseite, das Spiel ist zwar seeeeeehr langsam aber was wirklich nett ist die ganze Tradition drum herum, und natürlich die Sonne im wunderschönen Stadion genießen, ein Hot Dog essen und alle 10 Minuten mal einen Spieler 30 m weit rennen sehen. Weil mich das ganze echt interessiert hat sind wir dann ein paar Tage später in einen Batting Cage gegangen in dem man selber Schlagen und Werfen darf und ich muss sagen dass es deutlich anstrengender ist als es aussieht.

Außerdem habe ich mich im Golfen in Fort Carson probieren können und habe gemerkt dass das nicht so mein Sport ist. Ich habe auch gelernt dass man um 5 Uhr wenn die Fahne eingeholt wird stramm mit Blickrichtung Fahne zu stehen hat (auch wenn man keinen Plan hat wo die denn genau ist)… ganz schön kompliziert das Army Leben!

Am Mittwoch ging es mit der einzigen Zahnradbahn der USA (gebaut in Winterthur - wie beruhigend) auf den höchsten Berg, den Pikes Peak. Die Aussicht über die weiten Ebenen ist einfach der Wahnsinn und die Geschichte sagt dass das Lied "America the Beautiful" bei diesem Ausblick geschrieben wurde und ich kann es mir sehr gut vorstellen, es ist absolut atemberaubend. Hin und wieder kann man den Gipfel auch per Auto erreichen was sicher seeeeeeehr viel Spaß macht (vor allem mit Matts Auto ;), aber leider hatten wir 2 m Schnee auf dem Gipfel. Einmal im Jahr findet dort auch eine berühmte Rally statt!



Ansonsten waren wir viel in den Rockies wandern. Wie gesagt es ist unglaublich schön dort und es gibt unendlich viele Wanderwege, wenn man will kann man sogar einmal die Rockies durchqueren.

Samstag, 27. Februar 2010

Roadtrip zu den Niagarafällen und Toronto

Gestern bin ich von meinem Roadtrip nach Kanada zurückgekommen. Stephan und MC sind letze Woche nach Detroit gekommen und wir haben uns dann zusammen auf den Weg durch Kanada nach Buffalo gemacht. Auf kanadischer Seite haben wir dann bei strahlendem Sonnenschein die Niagarafälle und die wunderschöne Winterlandschaft genossen! Da gerade keine Saison ist, waren wir sogar fast alleine dort! Pro Sekunde stürzen zwischen 1.4 und 3 millionen Liter Wasser über den Abhang! Diese unvorstellbare Menge alleine ist beeindruckend, aber das Grollen der Wassermassen versetzte einen erst richtig in Ehrfurcht.

Ich habe die Fälle nicht im Sommer gesehen aber durch das Eis und den Schnee denke ich sind die Fälle im Winter besonders eindrucksvoll! Der Nebel den man auf den Bildern sehen kann entsteht durch die Fälle, das Wasser steigt auf und kommt als Regen wieder herunter, das dann überall gefriert und diese eindrucksvollen Bilder entstehen lässt. Auch der Regenbogen über den Fällen wird von diesem Wasservorhang erzeugt.





Anschließend ging es weiter nach Toronto. Wir haben in einem Motel an der Stadtgrenze gewohnt und haben unseren ersten Abend dort erst einmal in einer riesen Mall verbracht! Ich bin immer noch jedes Mal beeindruckt wie riesig die Einkaufszentren hier sind. Aber in dieser Mall war unter anderem der größte Eishockey Laden der Welt, daher konnten wir uns das ja nicht entgehen lassen. Am nächsten Tag ging es durch Toronto und trotz der Kälte konnten wir einiges von dieser schönen Stadt sehen. Den CN Tower gibt es leider nur von unten da es einfach zu neblig war als dass sich ein Besuch hier gelohnt hätte. Dafür waren wir aber in der Eishockey Hall of fame (oh man Stephan du warst echt tapfer! Danke dir!) wo wir uns erst mal gefragt haben wer dieser allgegenwärtige Wayne Gretzky eigentlich ist :) und uns dann selbst als Hockeyspieler probiert haben (Und wir waren deutlich besser als unser Nationalteam!!!)
Das waren wirklich wunderschöne Tage und ich danke Stephan und MC sehr dass sie mich mitgenommen haben! Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß und es war wirklich etwas Besonderes meine alten Freunde wieder zu sehen! Ich hoffe es dauert nicht so lange bis wir uns wiedersehen und ich hoffe natürlich auch dass ihr alle wenn ihr diese Bilder seht Lust bekommt nach Amerika zu kommen und mich zu besuchen! Ich wünsche euch noch einen schönen restlichen Urlaub!
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Eishockey


Nachdem ich in den letzten Wochen nicht geschrieben habe muss ich das jetzt endlich mal nachholen. Da ich jetzt endlich eine ähnlich hockeybegeisterte Kollegin habe mussten wir natürlich endlich mal nach Detroit und ein Spiel live sehen! Zuerst haben wir ein Collegehockey Spiel angesehen (University of Michigan gegen Michigan State University). Das Spiel war ziemlich gut (4:5 für unsere Wolverines!) aber eigentlich nur eine Einstimmung für den eigentlichen Kracher eine Woche später: Die Detroit Red Wings gegen die San Jose Sharks!

Endlich ein richtiges NHL Spiel, davon hab ich seit über 10 Jahren geträumt! Die Detroit Red Wings sind eines der besten Teams der NHL und haben viele Olympiateilnehmer in ihren Reihen (vor allem Kanadier), die Sharks sind der derzeitige Tabellenführer. Und im Gegensatz zu deutschen oder College Eishockey ging es hier auch richtig zur Sache :) Das Spiel war unglaublich schnell und hart und es war einfach nur super!!! Detroit hat dann nach Verlängerung und Penaltyschießen leider verloren aber spannender konnte das Spiel nicht sein! Ich werde mir hier sicher noch ein paar Spiele ansehen in Hockeytown (Detroits neuer Name da Motor City wohl nicht mehr ganz passt…). Auf dem Bild links sieht man den Trophaenschrank der Wings mit 11 Stanley cubs, die meisten aller NHL Teams) auf dem rechten Bild die Spieler bei der Nationalhymne.